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Achtung vor diesem fiesen Lebensmitteltrick im Supermarktregal: Es geistert ein Produkt durch die Regale, das sich nur als Wurst ausgibt! Zum Glück hat das EU-Parlament vergangenen Mittwoch genau das Problem identifiziert, das uns alle nachts nicht mehr schlafen lässt: Tofu-Würstchen heißen „Würstchen“, obwohl – man muss stark sein – NULL PROZENT Schwein drin sind.
Friedrich Merz bringt es auf den Punkt: „Eine Wurst ist eine Wurst.“ Endlich sagt's mal einer! Danke, Herr Bundeskanzler. [1] Wir bei foodwatch haben sofort gehandelt. Haben die Scheuermilch aus dem Kühlschrank verbannt (irreführende Namensgebung!). Haben die WC-Ente ins Tierheim gebracht (Tierschutz!). Sogar das Leibgericht Zahnpasta mit Pesto vom Essensplan gestrichen. Es tat weh, aber es musste sein. Schließlich muss für Kokosmilch keine angekettete Kuh leiden, wie es sich für echte Milch gehört!
Dann kam die Kehrtwende: Wir müssen dagegenhalten und haben eine ernsthafte Kampagne gestartet. Mobilisierung! Protest! [2] Doch jetzt müssen wir nachlegen und auch der Absurdität dieser Diskussion etwas entgegensetzen. Die EU streitet über Wurst-Semantik, während draußen die Welt brennt. Das ist so realitätsfern, dass wir beschlossen haben: Wenn ihr den Zirkus macht, liefern wir das Popcorn. Oder sollten wir sagen, gepuffte Maiskörner?
Deshalb gibt es jetzt unser Sticker-Set. Damit Sie Ihren Laptop, Ihren Kühlschrank oder Ihre Fleischtomate damit bekleben können. Als stilles Gedenken an die Zeit, in der ein Tofu-Stängel noch Tofu-Wurst heißen durfte.
Warnen Sie Ihre Mitmenschen davor, dass Kokosmilch nicht von Kühen stammt, und bestellen Sie sich jetzt kostenlos das Sticker-Set von foodwatch!
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